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Das Iwanow-Romero-Kartell - Druckversion

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Das Iwanow-Romero-Kartell - The Wanderlust Tramp - 26.12.2020

Allgemeines
Infos im Überblick
Die Verbindung zwischen Artjom Iwanow (Jahrgang 1954, geboren Nowosibirsk, Russland) und Juan Jesús Romero Reyes (Jahrgang 1955, geboren in Tijuana, Mexiko), welche seit dem Jahr 1983 besteht, hatte vornehmlich ein Ziel: die eigenen Geschäfte auszuweiten und den eigenen Einfluss gemeinsam zu erweitern. Abseits dessen war ein Fortbestand der bis dahin unabhängig voneinander agierenden Systeme vorerst gesichert.

War die Familie Romero Reyes ursprünglich in der Schutzgelderpressung verschiedener kleiner, örtlicher Unternehmen in Tijuana verankert, streckten sie mit der Zeit die Finger immer weiter nach der gesamten Stadt aus. Gekennzeichnet von Rücksichtslosigkeit und Gewalt wollte aber auch das irgendwann nicht mehr reichen. Man war zu Höherem bestimmt. Es sollte nicht nur Tijuana sein, nicht einmal nur Mexiko. Aber betrachtete man die ganze Sache realistisch, dann hatte man ohne weitere Verbündete, denen man zumindest einen Grundstock an Vertrauen schenken konnte, keine Chance, das hart umkämpfte Pflaster von Mexiko tatsächlich unter Kontrolle zu bekommen. Den heiß begehrten Mohnanbau ins Visier zu nehmen und ins Drogengeschäft einzusteigen, möchte man sicher nicht nur als „ein bisschen heikel“ bezeichnen und doch führte in den Augen von Juan Romero Reyes kein Weg daran vorbei, der mit Artjom Iwanow nicht nur einen alten Bekannten als Abnehmer in Betracht zog, sondern damit auch gleich noch die Chance nach dem Ausweiten des eigenen Einflussgebietes witterte.

Die Familie um Artjom Iwanow befand sich im Jahr 1983 indes bereits in der dritten Generation im Drogengeschäft. Das Einflussgebiet der Familie Iwanow bezog sich vornehmlich auf Russland sowie Osteuropa. Als wichtiges Bezugsgebiet für die familieneigene Produktion hatte man Afghanistan für sich beansprucht, war aber aufgrund von räumlicher Distanz und dem erbitterten Kampf um die Vorherrschaft längerfristig auf Unterstützung angewiesen. Diese fand der Vater von Artjom Iwanow über einige Umwege in der japanischen Yakuza, mit deren Hilfe ein reges Geschäft aus Drogen- und Waffenhandel erblühte.

Die Familien Iwanow und Romero kamen somit an einem Punkt überein, der beiden Seiten mehr Einfluss, mehr Macht und gleichzeitig Liefersicherheiten mit sich brachte. Aspekte, die in der Zusammenarbeit mit der Yakuza unabdingbar waren, denn Engpässe und Versagen hätte man schlichtweg mit dem eigenen Kopf bezahlt.
Organisation & Struktur
Wenngleich Artjom Iwanow und Juan Romero die Spitze des Kartells mehr oder minder teilen, ist es schlussendlich Iwanow, der das Oberhaupt der Organisation bildet, was vor allem mit seinem bereits seit Jahren bestehenden Kontakt zur Yakuza zusammenhängt. Immerhin sagt man doch, man soll nicht trennen, was gut funktioniert. Ganz klar ist aber eins: Romero ist als Berater und rechte Hand in jede noch so kleine Entscheidung einbezogen. Man munkelt, dass niemals eine Entscheidung gefallen ist, der nicht beide zugestimmt haben!
Neben der Doppelspitze, die das alleinige Recht auf Entscheidungen innehat, existieren verschiedene Berater. Man könnte sie als eine Art „Rat der Ältesten“ bezeichnen, der zur Entscheidungsfindung beiträgt, seine Expertise teilt und außerdem für die Umsetzung der getroffenen Entscheidungen im jeweiligen „Fachgebiet“ zuständig ist, indem sie Befehle weiterleiten.

Zum einen wäre da der Finanzminister, der nicht nur die Buchhaltung des Kartells überwacht und leitet, sondern außerdem auch ein Auge auf die Geschäfte zur Geldwäsche hat. Sicher ist sicher. Unter ihm arbeiten somit verschiedene Firmen, die das eigentliche Geschäft decken, sowie Buchhalter und andere Finanzgenies.

Zum anderen findet man im Rat den Comandante de Tijuana: was erstmal mexikanisch klingt, hat in der Realität ein russisches Gesicht, welches sicher nicht nur aufgrund seiner Wurzeln eiskalt wirkt: Fedor Edward Melnikow. Ihm unterstehen verschiedene weitere „Abteilungen“ – die Prostitution, der Drogen- und Waffenhandel im Stadtgebiet Tijuanas. Man könnte die Zona Norte und La Coahuila als sein Zuhause, aber auch sein ganz persönliches Territorium bezeichnen, welches man besser nicht ungefragt betritt.

Wen man außerdem nur ungern treffen möchte, ist der Comandante de las unidades paramilitares - gemeinhin auch einfach als Kriegsminister bezeichnet. Ihm unterstehen kartelleigene Auftragsmörder und das Gewerbe der Schutzgelderpressung. Ein mit Vorsicht zu genießender Mann und zudem dank der Yakuza bis an die Zähne bewaffnet.

Und was wäre man ohne ein Verteilungsnetzwerk? Dafür hat sich ein weiterer Zweig der Organisation herausgebildet, der dem Coordinador de distribucion untersteht. Ihm obliegen sämtliche Verteilungsstrukturen innerhalb Mexikos, aber natürlich auch die geplanten Wege durch die USA und im speziellen San Diego. Dabei ist es vollkommen egal, ob es sich um Waffen, Drogen oder Menschen handelt. Da das Iwanow-Romero-Kartell sowohl in Mexiko als auch in Russland ansässig ist, arbeitet er außerdem eng mit einem Coordinador de transporte zusammen, der sich mit Transportwegen um den Globus herum beschäftigt und demnach nicht weniger Mitarbeiter unter sich zu vereinen weiß als die anderen ausführenden Organe.
Kennzeichen
Man kann sich sicherlich denken, dass es weder eine offen zur Schau gestellte Uniform gibt noch andere Versuche auf sich aufmerksam zu machen. Aber eins haben alle Mitglieder des Kartells gemeinsam: eine Tätowierung, deren genaue Ausführung und Darstellung jedem Träger freigestellt ist. Es gibt allerdings drei wichtige Elemente, ohne welche das Bildnis nicht akzeptiert, ja sogar als Spott und Ehrverletzung interpretiert wird:
  • ein Adler
  • ein Bär, eine Bärenpranke oder ein Abdruck dieser
  • die Worte "Unidad y familia hasta la muerte." (Einheit und Familie bis in den Tod.)
Es ist gestattet die zu verewigenden Worte unabhängig von Adler und Bärenpranke zu tragen. Adler und Bär, die für die mexikanischen und russischen Wurzeln von Iwanow und Romero stehen, dürfen jedoch unter keinen Umständen getrennt werden.



RE: Das Iwanow-Romero-Kartell - The Wanderlust Tramp - 02.01.2021

Wichtige Personen
Top of the tops
  • Artjom Iwanow (NPC)
    geboren 1954 in Nowosibirsk, Sibirien, Russland
    Oberhaupt des Kartells

  • Juan Jesús Romero Reyes (NPC)
    geboren 1955 in Tijuana, Baja California, Mexiko
    rechte Hand, engster Vertrauter und Berater von Artjom Iwanow

  • Fedor Edward Melnikow (NPC)
    geb. 1954 in Nowosibirsk, Sibirien, Russland
    Commandante de Mexiko

  • Esteban Carlos Romero Reyes
    (Bruder von Juan Jesús)
    geboren 1958 in Tijuana
    Finanzminister

  • Eugen Pawlow
    geboren 1974 in Nowosibirsk
    Kommandeur der paramilitärischen Einheiten
    (Anmerkung: Häufig fällt nur der Begriff „Komandir“ - abgeleitet vom Russischen Komandir voyenizirovannykh formirovaniy, was kein Spanisch sprechender Mensch dieser Welt richtig aussprechen könnte.)

  • Javier Jesús Romero Navar
    (erstgeborener Sohn von Juan Jesús)
    geboren 1976 in Tijuana
    Coordinador de transporte (verantwortlich für die Transportwege)
  • Santiago Mateo Romero Navar
    (zweitgeborener Sohn von Juan Jesús)
    geboren 1979 in Tijuana
    Coordinador de distribución (Koordinator des Verteilungsnetzwerk - amerikanischer Kontinent)

  • Joaquín Edward Melnikow
    (Sohn von Fedor Melnikow)
    geboren 1984 in Tijuana
    Commandante de Tijuana und zuständig für den Geschäftszweig der Prostitution



RE: Das Iwanow-Romero-Kartell - The Wanderlust Tramp - 02.01.2021

Zugehörigkeit, Aufnahme
und die lieben Frauen
Zugehörigkeit und Aufnahme


Geburtsrecht

„In das Kartell geboren sein“ geht einher mit Erwartungen und einer gewissen Erziehung. Den Kindern werden bereits im jungen Alter Werte mitgegeben, die sich vor allem auf Loyalität und…Aufopferung stützen. Neben der eigentlichen engen Familie wird das Kartell als Familie betrachtet – was wiederum nicht bedeutet, dass alle beste Freunde sind und Hand in Hand in den Sonnenuntergang reiten. Beinahe selbstverständlich existiert eine Hierarchie, in der man sich aber sehr wohl nach oben arbeiten kann. Je nach Ausgangspunkt kann es einfacher oder eben auch langwierig sein. Das Geburtsrecht bedeutet außerdem nicht, dass man nicht beobachtet würde. Zugehörigkeit der Familie hin oder her, sich als würdig zu erweisen ist für jeden unabdingbar.


Aufnahme Außenstehender

Natürlich können auch Außenstehende Teil des Kartells werden. Dass diese Personen sich erst recht beweisen müssen, steht wohl außer Frage. Zumeist läuft das Ganze in einer ähnlichen Reihenfolge ab. Zumeist haben die Personen einen Nutzen für das Kartell. Ein solcher Nutzen kann beispielsweise sein:
  • Kontakte
  • Fähigkeiten / Kenntnisse
  • Job
Benötigt wird außerdem ein Bürge. Also ein Kartellmitglied, dass sich für den Außenstehenden, seine Loyalität und Zuverlässigkeit verbürgt und im Umkehrschluss, genauso wie der Anwärter, mit seinem Leben bezahlt, wenn etwas schief geht.


Die Ausgegrenzten - "los marginados"

Psychische Erkrankungen und Behinderung sind weitestgehend unabänderliche Gründe für Ausgrenzung, wenn nicht sogar Verstoßen oder den Tod. Dabei findet auch das Geburtsrecht nur bedingt Anwendung. Derart belastete Personen werden zu keinem Zeitpunkt ein Amt innerhalb des Kartells innehaben. Sie können unter gewissen Voraussetzungen dennoch für dieses arbeiten. Es muss sich ein Kartellangehöriger finden, der die Person „unter seine Fittiche“ nimmt. Meist handelt es sich hierbei um direkte Familienangehörige. Ob diese Rolle schlussendlich die einer Assistenz, eines Laufburschen, eines Mädchens für alles, Schuhputzer oder Fußabtreter ist, sei mal dahingestellt. Fakt ist: für den „Erkrankten“ muss sich verbürgt werden und das heißt wiederum, dass der Bürge seinen Kopf hinhält, wenn etwas schief geht.
An dieser Stelle gilt ganz klar das natürliche Recht des Stärkeren und das macht auch vor Sohn oder Enkelin nicht halt!


Die Rolle der Frau

Frauen kommt im Kartell beinahe selbstverständlich eine elementare Rolle zu. Es mag keine reine „ab hinter den Herd“-Mentalität herrschen, doch sind Frauen zumeist das Oberhaupt des Haushaltes. Je nach Stellung geht es dabei entweder darum die Haushälterinnen herumzuschubsen zu koordinieren oder eben den Haushalt selbst zu schmeißen. Die Frau ist dabei zumeist keine Sklavin, sondern der Wert einer Frau wird durchaus anerkannt. Sie ist immerhin diejenige, die dir dein Essen genießbar und dein Leben angenehm macht, wenn sie möchte. Sie ist diejenige, die die Kinder zur Welt bringt und einen großen Teil dazu beiträgt, dass sie die Werte vermittelt bekommen, die wichtig sind. Ohne Frauen kein Kartell. It’s that simple.
(Übrigens...Die Familienstrukturen sind dabei so divers, wie auch in der „normalen“ Gesellschaft. Glückliche Ehen, unglückliche Ehen. Freiwillige und unfreiwillige Ehen. Liebevolle und von Gewalt gezeichnete Ehen. Freiheit und Zwang. Manchmal liegt das alles näher beieinander als man glauben will.)

Auch Frauen können mittlerweile im Kartell Aufgaben und Rollen begleiten, die vor vielen Jahren ausnahmslos den Männern vorbehalten waren. In den hohen Positionen sind bisher keine Frauen zu finden, aber die Hierarchie hat eben nicht nur 3 Ebenen...

Davon abgesehen gibt es einige Frauen, die das Rückgrat ihrer Männer bilden. Es gibt sie durchaus, die „Viel zu dümmlich geratener Sohnemann trifft weitsichtige Frau“-Situationen oder auch die gerissenen „Ich lenke dich, ohne, dass du es merkst.“-Frauen sowie die „Wir profitieren voneinander.“-Konstellationen. Frauen haben an dieser Stelle also auch im Privaten durchaus die Möglichkeit einen gewissen Erfolg zu erlangen, wenngleich sie diesen nicht öffentlich bekunden oder gar feiern können. Es obliegt in solchen Fällen den Männern, die Lorbeeren für sich zu beanspruchen. Diese Gegebenheit lässt sich in erster Linie mit den vielleicht als veraltet erscheinenden, deswegen noch lange nicht in Frage gestellten Traditionen der mexikanischen und russischen Kulturen begründen, die das Iwanow-Romero-Kartell ganz klar verankert hat. Gemeint sind hier vor allem auch die Einflüsse der christlichen Religion und die Rollenbilder vermeintlich längst vergangener Jahre.